Basics

Was ist eigentlich ein Flash?

Basics leicht erklärt


Letzte Woche haben wir über die Schwierigkeitsgrade beim Bouldern geschrieben. Heute knüpfen wir daran an, indem wir dir etwas über die Begehungsstile beim Bouldern und Klettern erzählen. Allem voran geht es um den sogenannten Flash, der häufig im Zusammenhang mit Wettkämpfen vorkommt. Was das genau ist, stellen wir dir in diesem Beitrag vor.

Leistung beim Bouldern und Klettern

Die sportliche Leistung beim Bouldern hängt von einigen Faktoren ab, von denen wir euch einige in diesem Artikel vorstellen wollen. Boulder kann man versuchen oder durchsteigen oder sich einfach anschauen. Vielleicht fragst du dich, inwiefern das Anschauen relevant ist für die sportliche Leistung beim Bouldern (und Klettern). Wenn man sich den Boulder anschaut, so hat das natürlich keinen Einfluss auf die sportliche Leistung. Ich schaue mir einen Boulder an, um zu verstehen, wie er gehen könnte. Schaue ich aber einer Person zu, die diesen Boulder gerade probiert, noch bevor ich den Boulder probiert habe, dann verschaffe ich mir damit einen Vorteil. Ich lerne aus den Fehlern oder Erfolgen der anderen Person. In diesem Zusammenhang sind zwei Begriffe von Bedeutung, die wir im Folgenden erläutern: den Flash und den On-Sight.

Der Flash beim Bouldern

Von einem Flash spricht man dann, wenn man einen Boulder oder eine Route im ersten Versuch schafft. Die bouldernde oder kletternde Person darf dabei einer anderen Person vorher zugeschaut und/oder sich mit den Griffen in dem Boulder oder der Route vertraut gemacht haben. Ein Anfassen der Griffe, außer der Startgriffe, ist nicht erlaubt.
Auf diese Weise kann man herausfinden, wo sich die Schlüsselstelle in einem Boulder oder in einer Route befindet und wie man die Finger und Füße, an den entscheidenden Stellen, am besten platziert.
Für einen Flash hat man also nur einen Versuch. Steigt man in den Boulder oder in die Route ein und rutscht kurz danach ab, so hat man die Gelegenheit verloren, den Boulder oder die Route zu flashen.

Bei Wettkämpfen sind Flashs besonders viel wert. Hier: Boulder Bundesliga in Köln
Bei Wettkämpfen sind Flashs besonders viel wert. Hier: Boulder Bundesliga in Köln
Bei Wettkämpfen sind Flashs besonders viel wert. Hier: Boulder Bundesliga in Bad Kreuznach
Bei Wettkämpfen sind Flashs besonders viel wert. Hier: Boulder Bundesliga in Bad Kreuznach

Bei einem Wettkampf ist es von Vorteil, den Boulder zu flashen, d.h. im ersten Versuch zu machen. So zählt z. B. bei den Weltcups im Bouldern nicht nur die Anzahl der Tops, sondern auch die Anzahl der Versuche – je mehr Tops in weniger Versuchen desto besser. Dieses Vorgehen wird auch bei nationalen Wettkämpfen angewandt. Auch bei der Boulder Bundesliga gibt es am meisten Punkte für einen Flash.

On-Sight beim Klettern

Bei einem On-Sight klettert man einen unbekannten Boulder oder eine unbekannte Route, ohne zuvor Informationen darüber zu haben. Das bedeutet, man darf sich die Griffe nur vom Boden aus anschauen und diese nicht anfassen, um die Form oder Qualität derselben zu studieren. Zudem darf man eine andere Person weder darin, in irgendeiner Form, gesehen haben, noch irgendeine Person danach befragen. Hat man einen Tipp von einer wohlwollenden Person erhalten, so ist der On-Sight damit nicht mehr möglich.
Wenn du also einen Boulder oder eine Route wirklich onsighten willst, dann lass dich am besten vorher nicht auf ein Gespräch mit einer Person ein, die diesen Boulder oder diese Route gerade probiert.

Besondere Herausforderung

Beiden Begehungsstilen ist gemein, dass der Fokus auf dem ersten Versuch liegt. Dies erhöht besonders in Wettkämpfen den Druck auf die Boulderer oder Kletterer enorm. Diesem Druck standzuhalten ist ein wichtiger Aspekt im Wettkampf. Für einen Flash ist eine gute Taktik, besondere Voraussicht und auch Erfahrung wichtig.

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