Sicherheit beim Bouldern
Basics

Sicherheit in der Boulderhalle

Basics leicht erklärt


Das Thema „Sicherheit beim Bouldern“ spielt nicht nur draußen am Fels eine wichtige Rolle. Auch beim Indoorbouldern in der Boulderhalle ist es wichtig auf einige Dinge zu achten, damit man keine Verletzungen davonträgt.

Bouldermatten als Sicherheitsfaktor

Zum Bouldern draußen am Fels benutzt man die sogenannten Crashpads, dicke tragbare Matten, die Unebenheiten des Untergrunds ausgleichen und die Stürze auf dem harten Untergrund abmildern sollen. Eine Begehung vieler Boulder draußen am Fels wäre ohne die Verwendung von mindestens einem Crashpad sogar undenkbar.

Großzügig ausgelegter Mattenbereich
Großzügig ausgelegter Mattenbereich in der Boulderhalle Rijnboulder in Arnhem (NL)

Das Bouldern in den Boulderhallen ist, was das angeht, sehr komfortabel. Die Absicherung von sturzunfreundlichen Bereichen ist vollständig durch dicke Matten gewährleistet. Die dicken Matten sind fest unter den Boulderblöcken installiert, um das Verletzungsrisiko beim Stürzen zu minimieren. Aber auch in den wohlummatteten Boulderbereichen der Hallen ist es wichtig, das richtige Abspringen bzw. Fallen zu üben, um Verletzungen zu vermeiden. Wichtig ist hierbei das Wegspringen von der Wand und das Abrollen beim Landen auf der Matte. Prallt man bei einem Sturz ungünstig auf die Matte oder ein herausragendes Volumen, so kann es auch in der Halle zu ernsten Verletzungen kommen.

Boulderhallen sind keine Spielplätze

In den Boulderhallen sind viele Familien mit Kindern unterwegs. Das ist toll, denn für Kinder ist dieser Sport aus vielen Gründen sehr vorteilhaft. Einer der Vorteile ist, dass Kinder das Klettern und Bouldern sehr spielerisch lernen. Sie verstehen oft schnell, wie man die koordinativ anspruchsvollen Bewegungen richtig auszuführen hat.

Sicherheit in der Boulderhalle
Sicherheit in der Boulderhalle: Überhänge können für darunter laufende Personen gefährlich werden

Beim Bouldern mit Kindern ist unbedingt zu beachten, dass eine eins-zu-eins Betreuung notwendig ist. Hierauf wird in den Boulderhallen beim Check-In immer hingewiesen. Dies ist notwendig, da Kinder oft unbedacht über die Matte laufen, aber nicht immer die Gefahren abschätzen können, die über ihren Köpfen auf sie lauern. So muss dem Erwachsenen als Betreuer und dem Kind als Kletternden klar gemacht werden, dass es gefährlich ist unter Überhängen oder Torbögen hindurchzulaufen, da jede kletternde Person von oben jederzeit hinabfallen kann. Die kletternde Person kann den Sturz oft nicht vorhersehen, sodass es in der Pflicht der am Boden Stehenden liegt, darauf zu achten, ein ausreichend großen Bogen um die Sturzzonen auf der Matte zu machen. Nicht nur Kindern, sondern auch erwachsenen Anfängern passiert dieser Fehler häufig, sodass wir auf diese Gefahr nochmal aufmerksam machen wollen.

Sicherheit in der Boulderhalle ist wichtig

Nützlich ist in diesen Fällen, wie auch beim Bouldern draußen am Fels, ein aufmerksamer Spotter, der unter anderem darauf achtet, dass niemand in der potenziellen Fallrichtung und -zone steht, sitzt oder am potentiellen Sturzbereich vorbeiläuft. Auch wenn dieser erste Eindruck oft entsteht: Boulderhallen sind kein Spielplätze – toben, fangen spielen und umherlaufen sind auf den Bouldermatten sehr gefährlich. In Boulderhallen mit eigens eingerichteten Kinderwelten, wie z. B. der Boulderwelt Dortmund, dem Boulderplaneten in Köln oder dem Mandala in Dresden, wird die Gefahr minimiert.

SIcherheit in der Boulderhalle
SIcherheit in der Boulderhalle: Für alle ein wichtiges Thema

Unser Appell: Achtet in den Boulderhallen bitte auf das, was über euch passiert – es könnte auf euch herabfallen und schwerer sein als die harmlos herunterrieselnden Chalkflocken. In diesem Sinne: Ein frohes, gesundes und verletzungsfreies neues Boulderjahr, euch allen!

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