Fingerlöcher in der Boulderhalle
Basics

Fingerlöcher richtig im Griff

Basics leicht erklärt

Nachdem wir letzte Woche angefangen haben, Griffformen im Klettersport zu erläutern, folgt diese Woche Teil 2 der Serie – heute: Fingerlöcher. Fingerlöcher gehören beim Klettern und Bouldern ebenfalls zu den Griffformen, die sowohl an künstlichen Griffen und in der Natur häufig vorkommen.

Was sind Fingerlöcher?

Fingerlöcher gibt es in verschiedenen Größen und Ausprägungen. Es gibt Löcher, die nur Platz für einen einzigen Finger bieten (Einfingerloch). Häufiger finden sich in der Natur und vor allem in den Kletter- und Boulderhallen aber Fingerlöcher, die mindestens Platz für zwei Finger bieten. Zuletzt sind auch die Fingerlöcher jener Größe zu nennen, in denen drei Finger Platz finden können. Die Belastung verteilt sich bei dieser Art von Fingerlöchern entweder auf den Zeige-, Mittel-, und Ringfinger oder, falls diese Fingerreihe zu voluminös ist, auf den kleinen Finger und den Mittel- und Ringfinger. Oft hängt es vom Umfang der Finger des Kletterers ab, ob das jeweilige Fingerloch ein Ein-, Zwei-, oder Dreifingerloch ist.

Die Technik für Fingerlöcher

Wie man Fingerlöcher hält, hängt davon ab, wie viele Finger in einem Loch Platz finden können und wie tief das jeweilige Fingerloch ist.
Bei einem Einfingerloch lässt sich, je nachdem wie dick die Finger der kletternden Person sind, der Mittelfinger platzieren – welcher, den Daumen ausgenommen, in der Regel der stärkste der vier Finger ist – oder aber der Ringfinger. Es gibt sogar Fingerlöcher, die so klein sind, dass nur der kleine Finger darin Platz findet.

Technik für Fingerlöcher
Technik für Fingerlöcher: das Bündeln

Wie bei Einfingerlöchern, hängt es auch bei den Zweifingerlöchern von der Form und Tiefe des Loches ab, wie man den Griff am besten zu halten hat, um möglichst viel Kraft darauf ausüben zu können. Ist das Loch nach oben hin oval, dann kann man die zwei Finger auch übereinanderstapeln, um ihre Kraft zu bündeln. Ist das Fingerloch in horizontaler Richtung oval geformt, so wird man die Finger nebeneinander im Loch platzieren können. Wenn das Fingerloch tief genug ist, dann kann man die Finger bis zum zweiten oder sogar dritten Fingerglied im Loch platzieren. Bei passgenauen Fingerlöchern mit einer großen Tiefe wird man die Finger aber nicht aufstellen können, sondern diese mit hängenden Fingern belasten.

Wie bei Einfingerlöchern, hängt es auch bei den Zweifingerlöchern von der Form und Tiefe des Loches ab, wie man den Griff am besten zu halten hat, um möglichst viel Kraft darauf ausüben zu können. Ist das Loch nach oben hin oval, dann kann man die zwei Finger auch übereinanderstapeln, um ihre Kraft zu bündeln. Ist das Fingerloch in horizontaler Richtung oval geformt, so wird man die Finger nebeneinander im Loch platzieren können. Wenn das Fingerloch tief genug ist, dann kann man die Finger bis zum zweiten oder sogar dritten Fingerglied im Loch platzieren. Bei passgenauen Fingerlöchern mit einer großen Tiefe wird man die Finger aber nicht aufstellen können, sondern diese mit hängenden Fingern belasten.

Mit welchen zwei Fingern man das Zweifingerloch belastet, hängt zum einen davon ab, welche zwei Finger am besten darin Platz finden. Zum anderen ist es wichtig, welche zwei Finger in Kombination das stärkste Team bilden. Personen mit dünnen Fingern haben bei Fingerlöchern oft einen Vorteil, da sie den Griff mit mehr Fingern belasten können.

Zweifingerloch oder Dreifingerloch
Zweifingerloch oder Dreifingerloch – das hängt auch davon ab, wie breit die Finger sind.

Zu beachten bei Fingerlöchern

In Kletter- und Boulderhallen werden zumeist keine Einfingerlöcher verschraubt. Das liegt daran, dass die Kletterei an Einfingerlöchern, insbesondere bei unerfahrenen Personen, zu Verletzungen der Sehnen- und Ringbänder führen kann. Da Kletter- oder Boulderhallen kein Interesse daran haben, den Menschen auf diese Weise den Spaß an diesem Sport zu verderben, werden die Griffformen entsprechend ausgewählt.

Wichtig: Fingerlochkletterei erfordert eine Sehnen- und Bandapparatur, die den Belastungen auch verletzungsfrei Stand halten kann. Steigerungen in der Belastung sollten hier nicht danach bemessen werden, wieviel Maximalkraft man hat. Muskeln können oft mehr leisten als die Sehen, Bänder und Kapseln der Hand.

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