Wettkampf 44in44 Finale
Wettkämpfe

Ein letztes Mal – 44in44 Wettkampf im Zenit

Eine Tradition geht zu Ende


Der Wettkampf 44in44 gehörte zur Tradition der Boulderhalle Zenit in Osnabrück. Viele Jahre wird dieser schon ausgetragen. Dieser Wettkampf zeichnet sich dadurch aus, dass es ein Wettkampf für jedermann und jederfrau ist – egal ob Anfänger oder Profi, jung oder alt, jeder kann dort teilnehmen.

Der Wettkampf 44in44

Qualifikationsphase

44 Boulderprobleme werden geschraubt, die in 44 Tagen gelöst werden müssen. In diesen 44 Tagen können die Probleme jederzeit angegangen werden. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin schreibt sich seine Ergebnisse selbst auf und trägt sie online ein. Die Männer und Frauen mit den meisten Tops kommen in ein Finale, das jeweils nach Altersklassen getrennt ist: unter 21, bis 35 und ab 35. So müssen sich nicht die 40jährigen mit den 18jährigen messen. Da hätten die meisten 40jährigen schlechte Karten. 😂

Finale

Im Finale gibt es, im Gegensatz zu der Qualifizierungsphase Schiedsrichter, die für die Teilnehmer dokumentieren, ob sie bei den Bouldern einen Top oder die Zone erreicht haben und wieviele Versuche sie dafür gebraucht haben. Die Finalisten mit den meisten Tops gewinnen den Wettkampf.
Auch Teilnehmer, die nicht ins Finale gekommen sind, konnten gewinnen: Unter allen Teilnehmern, die die Startgebühr verrichtet hatten, werden in einer Tombola Sachpreise verlost.

Das Finale 2019 im Zenit

Dieses Jahr, 2019, fand der Wettkampf zum letzten Mal statt. Es wird nach einem neuen Format gesucht, sodass es nächstes Jahr wahrscheinlich wieder einen Spaß-Wettkampf geben wird, aber mit neuem Anstrich. Ein Grund mehr für mich, dieses Jahr nochmal alles zu geben und bei dem letzten 44in44-Wettkampf teilzunehmen. Letztes Jahr lief es sehr gut für mich – nach einer guten Qualifikation konnte ich im Finale meiner Altersklassen den ersten Platz erreichen (Goldmedaille in From einer kunstvoll dekorierten Müslischale). Dieses Jahr habe ich in der Qualifikation 35 der 44 Boulder geschafft und mich so erneut fürs Finale qualifiziert.

Tolle Atmosphäre

Das Finale ist immer ein tolles Event. Obwohl es ja in einem Wettkampf darum geht, eine gute Platzierung zu erreichen und besser zu sein als die anderen, geht alles sehr freundschaftlich zu. Den anderen Athleten wird gratuliert, wenn sie einen Boulder geschafft haben, es werden Tipps ausgetauscht und man arbeitet zusammen an einem Boulderproblem. Das macht das ganze zu einem sehr angenehmen Wettkampf.

In meiner Altersklasse sind 8 Teilnehmer gestartet, insgesamt waren um die 20 Männer im Finale. Um 20 Uhr ging es für uns los – das Finale der Frauen war zu dem Zeitpunkt schon beendet. Insgesamt gab es 15 Boulder, von denen man so viele wie möglich schaffen sollte – in 1 1/2h. Das war nicht viel Zeit, denn die Boulder waren wirklich hart geschraubt. Marcel Barteldrees und Joseph Wetzel haben da echte Arbeit geleistet. Leider war bei mir, wie bei vielen anderen auch, die Kondition das Problem – und auch die hohe Luftfeuchtigkeit. Es waren 27 Grad draußen und vorher hatte es ordentlich gewittert. Viele schwere Boulder hintereinander zu probieren und das in kurzer Zeit, ist nicht wie man normalerweise trainiert. Beim Training macht man Pausen zwischendurch und kann dann den Unterarmen etwas Pause gönnen. Beim Wettkampf ging das nicht. Meine Unterarme waren aufgrund der hohen Frequenz der Versuche schnell übersäuert, was dazu führte, dass ich die abschüssigen Griffe schon nach der Hälfte der Zeit einfach nicht mehr gut genug festhalten konnte.

Das Ergebnis

Am Ende habe ich 7 der 15 Boulder getoppt und 12 Zonen geholt. Mein direkter „Konkurrent“, Tom Handke, hatte einen Top mehr und das Finale somit verdient gewonnen – Glückwunsch an dieser Stelle nochmal. Der Moderator bezeichnete unseren Wettkampf als das „Duell der Titanen“ 😂 . Den dritten Platz in meiner Altersklasse belegte Makke Riecke mit 6 Tops. Auch eine tolle Leistung. Die Ergebnisse der anderen Altersgruppen kannst Du auf der Facebook-Seite des Zenit und ihrer Homepage abrufen.

Insgesamt war es wieder einmal eine schöne Veranstaltung mit netten Leuten und toller Atmosphäre. Ich bin gespannt, was sich das Zenit für das nächste Jahr ausdenken wird.

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