Bouldern in Hönö
Bouldergebiete

Bouldern auf Hönö

(Sc-)Hönö war’s


Das Bouldergebiet auf der schwedischen Insel Hönö ist eine wahre Schönheit – die Aussicht und der Blick aufs Meer begeistern genauso wie die meisten Boulder. Fast 470 Boulderprobleme sind hier in den 25 Sektoren erschlossen worden und es gibt noch Erschließungspotential. Der Granit ist recht grobkörnig, ähnlich wie in Kjugekull, an dem einen oder anderen Boulder ist der Fels sogar noch um einiges rauer und scharfkantiger.

Bouldern auf Hönö - Die Aussicht
Bouldern auf Hönö – Die Aussicht

Die Boulderblöcke und Sektoren sind etwas verstreut, was aber auch von Vorteil sein kann, wenn man die sich dadurch ergebende Ruhe und Idylle an diesen kleinen Block-Oasen genießen mag. Zwischen diesen Oasen gibt es keine Wüste, sondern Felsen und Wildsträucher, die aufgrund ihrer geringen Höhe nur wenig schattige Plätzchen bieten. Sonnencreme sollte man auf Hönö dabei haben und nutzen, denn der starke Wind verleitet dazu, die Kraft der Sonne zu unterschätzen.
Auf der benachbarten und über eine Brücke erreichbaren Insel Öckerö befinden sich ebenfalls einige Sektoren, die wir dir in einem separaten Beitrag noch vorstellen werden.

Parken

Das Gebiet liegt etwa 45 Autominuten von Göteborg entfernt. Zur Insel Hönö führt keine Brücke, man muss die Fähre nehmen. Ab Lilla Varholmen fahren regelmäßig (etwa alle 15 Minuten) gelbe Fähren nach Hönö/Öckerö, die kostenfrei sind. Die Überfahrt dauert ungefähr 5 Minuten. Den Fahrplan für die Fährverbindung findest du hier
Am Ende des Ersdalsvägen gibt es eine Parkmöglichkeit, von dem aus das Gebiet in wenigen Gehminuten erreichbar ist.

Koordinaten des Parkplatzes:
Breitengrad: 57,6985
Längengrad: 11,6270

Bouldern auf Hönö - Der Zustieg
Bouldern auf Hönö – Der Zustieg

Zustieg

An den Parkplatz grenzt direkt ein Waldgebiet. Folgt man dem rechten Weg gelangt man zu den nördlicheren Gebieten der Insel, folgt man dem linken Weg kommt man zu den südlicheren Gebieten. Solange man auf den Wegen bleibt, ist der Zustieg recht einfach und angenehm. Abseits der Wege gibt es viele Felsen, sodass der Weg querfeldein etwas mühsam ist – vor allem, wenn man bei den großzügigen Windverhältnissen mit segeltuchartigen Crashpads unterwegs ist.

Bouldern auf Hönö - Blöcke mit Aussicht
Bouldern auf Hönö – Blöcke mit Aussicht
Manche Blöcke befinden sich direkt am Meer
Manche Blöcke befinden sich direkt am Meer
Mit Crashpad unterwegs im Bouldergebiet
Mit Crashpad unterwegs im Bouldergebiet

Die Sektoren

Insgesamt gibt es 25 Sektoren auf Hönö. Die App von 27Crags bietet eine gute Übersicht über die jeweiligen Sektoren und die einzelnen Boulder, da sie (fast) alle mit Fotos hinterlegt sind. Das Auffinden der einzelnen Sektoren gestaltet sich mitunter schwierig, da sich überall um einen herum Felsen befinden und man von weitem nicht einschätzen kann, ob es sich um Boulder handelt oder nicht. Ist man über die Felsen gelaufen bis hin zu einem vielversprechenden Block, so kann es sein, dass er sich von nahem als kleiner Stein erweist. Zwischen den nördlichsten und den südlichsten Sektoren liegt eine gute halbe Stunde Gehzeit.

Svartvatten, 5c
Theo in Svartvatten, 5c

Die Boulder

Die Schwierigkeit Boulder auf Hönö ist gut verteilt, von ganz leichten Bouldern bis hin zu 8a ist dort alles zu finden. Anders als in Kjugekull, in dem es fast nur hohe Boulder gibt, findet man auf Hönö eine breitere Variation. In jeden Fall ist das Absprunggelände jedoch sehr gut. Die Bewertung der Boulder ist schwedisch, d.h. streng. Möglicherweise relativiert sich dieser Eindruck, wenn man sich an die Reibungsverhältnisse und an die Struktur der Felsen gewöhnt hat.
Einige der Boulder befinden sich direkt am Wasser, sodass man nach einem erfolgreichen Bouldertag eben noch schnell eine Runde in dem klaren Wasser schwimmen kann.

Spräng pudel med våfflor, 7a
Theo in Spräng pudel med våfflor, 7a
Ein Sektor auf Hönö mit toller Aussicht
Ein Sektor auf Hönö mit toller Aussicht

Bedingungen

Bei unserem Besuch auf Hönö wehte ein starker, kühler Wind und die Sonne schien – optimale Bedingungen zum Bouldern. Da es in dem Gebiet kaum Bäume gibt oder ein schattiges Plätzchen, mussten wir aufpassen, dass wir uns immer gut eincremen. Auch ein Hut ist hier im Sommer angebracht.

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